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Was wäre das Leben ohne…

Als Gott am achten Tage -entspannt und ausgeruht- in mitten seiner grandiosen Schöpfung stand, blickte er umher und fand, dass noch etwas fehlte. Etwas kleines, wandelbares. Es sollte nicht unbedingt schön sein, schöne Dinge hatte er genug erschaffen: Blumen, Schmetterlinge, Sonnenuntergänge, Frauen. Es sollte hilfsbereit und praktisch sein, multifunktional, schnell einsatzbereit. So etwas gab es noch nicht. Gott überlegte…es sollte das Leben einfacher machen, in vielen Lebenslagen. Eine schwierige Aufgabe, fand Gott. Obwohl er schon so viel Grandioses vollbracht hatte, in den letzten Tagen, wollte er noch diese eine Sache hinzufügen, um die Schöpfung abzurunden.

Am Abend war er dann fertig. Er betrachtete sein Tagewerk und befand es für gelungen. Die Tupper-Ware war geboren!
Sie sollte das Leben der Geschöpfe vereinfachen. Am meisten Freude daran hatte allerdings Eva. Sie war höchst interessiert, von Anfang an sozusagen.

 Obwohl es Gottes letztes Werk war, gelang ihm nicht die Perfektion. Die Tupper-Ware hatte ein paar Kniffe, mit denen die Frau lernen musste umzugehen.

1. Es war nie der passende Deckel für eine Dose da. Ganz gleich, wie gut man sie sortierte.
2. Die ausgewählte Dose schien beim befüllen zu schrumpfen, denn mit einem Mal war sie zu klein für das, was eigentlich rein sollte.
3. Sie konnten spurlos verschwinden. Gestern noch war die Schublade zum bersten gefüllt, morgen hört man darin sein eigenes Echo.

Ja, was wäre das Leben ohne Tupper? Ganz ehrlich? Ich könnt es mir nicht vorstellen. Zwar gehöre ich nicht zu den Frauen, die auf Tupper-Party (die hat dann vermutlich der Teufel erfunden) ihr ganzes Erspartes ausgeben … eigentlich war ich auch noch nie auf einer…
Aber um alles mögliche und unmögliche irgendwie irgendwo für die Ewigkeit zu verstauen, könnte ich mir nichts besseres vorstellen, als Tupper-Dosen (wenn man den passenden Deckel findet 😉 ).
Und womit sollte unser Sohn denn sonst stundenlang seelig spielen??? Nichts auf der Welt lässt sich so wundervoll aus- und wieder einräumen wie die Tupper-Schublade. 

Nun könnte man ja einen Zusammenhang zwischen dem Kind und dem Verschwinden der Dinger vermuten, aber das taten sich auch schon vorher.

Vielleicht bin ich ja demnächst mal auf einer Tupper-Party eingeladen. Bis dahin studiere ich den Katalog und spare ;)  
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